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Dosierung Oft ist der Patient erstaunt, wenn er nur ein paar Globuli erhält, die er am nächsten Morgen nüchtern einnehmen soll. Er fragt nach, ob denn das genüge, er habe ja erst in drei Monaten wieder einen Termin. In der klassischen Homöopathie wird die Dosierung auf ein Minimum beschränkt. Um die Lebenskraft zu beeinflussen, genügt ein einzelner Impuls. Wiederholt man das Mittel zu früh und zu oft, wird der harmonische Heilungsablauf gestört. Man muss dem Mittel Zeit zu einer Reaktion geben. Zu häufige Wiederholung bringt die Lebenskraft in Unruhe und in weitere Disharmonie. Betrachten wir zur Verdeutlichung eine Pendeluhr. Die Uhr ist stehen geblieben. Wir ziehen die Gewichtssteine auf, versetzen dem Pendel einen Stoss, und es schwingt rhythmisch hin und her. Berührt man nun nach kurzer Zeit das Pendel erneut, so gerät es in Unruhe und nach kurzer Zeit bleibt die Uhr stehen. Solange etwas in Bewegung ist, braucht es keine zusätzliche Krafteinwirkung, sonst gerät das Ganze in falsche Bahnen. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein homöopathisches Mittel auf keinen Fall schaden könne. Nimmt jemand über längere Zeit dasselbe homöopathische Mittel ein, besteht die Gefahr der ungewollten Arzneimittelprüfung, d.h., der Patient produziert Symptome des Medikamentes, das er zu Heilzwecken einnimmt. Je höher die Potenz, desto tiefgreifender und anhaltender die Wirkung und um so weniger muss die Arzneigabe wiederholt werden. Die Hochpotenzen haben eine Depotwirkung. Sie wirken über Monate. Meistens werden sie als Streukügelchen (Globuli) verabreicht. Bei akuter Erkrankung ist es manchmal sinnvoll, diese in Wasser aufzulösen und schluckweise zu trinken. Ihr Homöopath wird Sie darüber informieren. Die LM-Potenzen werden meistens in Tropfenform verabreicht. Sie werden in der Regel häufiger eingenommen als die C- und D-Potenzen. Bei sehr tiefen Krankheitsstörungen mit einer stark geschwächten Lebenskraft werden tiefere Potenzen verabreicht, da eine Mittelreaktion sonst den Organismus überfordern könnte.
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Die richtige Dosierung Für die Akutbehandlung hat sich die Potenz C30, bei Arnica die C200 bewährt. Die normale Dosis für Erwachsene wie auch für Kinder beträgt 3-5 Globuli. In akuten Fällen können die Globuli in einem Glas (ca. 2 dl) Wasser aufgelöst und davon alle 15 Minuten ein Schluck bis zur Besserung getrunken werden. Meistens tritt eine Besserung innert 2-3 Stunden ein. Oft reicht eine einzige Gabe. Falls nötig, kann das Mittel nach 3 Stunden wiederholt werden. Sobald eine Besserung eintritt, darf kein weiteres Mittel mehr verabreicht werden, auch wenn die Symptome noch nicht ganz verschwunden sind. Dies ist etwas ungewohnt. Die Regel der minimalen Dosis ist jedoch sehr wichtig. Mit dem homöopathischen Mittel wird der Organismus angeregt sich selbst zu heilen. Wiederholt man die Mittelgabe zu häufig, wird der harmonische Heilungsablauf gestört. Unter einer Besserung versteht man Folgendes: · Die Krankheitssymptome haben sich vermindert. · Die psychische Verfassung des Patienten ist besser oder er schläft ein. Selbst wenn die Krankheitssymptome unverändert sind (z.B. Fieber immer noch gleich hoch), ist von einer weiteren Gabe abzusehen. Beachten Sie zudem: Nie einen schlafenden Patienten für die Mitteleinnahme aufwecken! · Ein Hautausschlag, Schweißausbruch oder Ausfluss tritt auf. Hier handelt es sich um Heilreaktionen des Körpers. Sie sind als positives Zeichen anzusehen und stellen eine Art Ventil oder „Selbstreinigung" dar. Der Organismus ist dabei, sich zu entlasten, und der Patient fühlt sich anschließend leichter.
Selten tritt nach der Verabreichung eines Mittels eine Verschlimmerung der Beschwerden auf. Dies ist jedoch meistens nur von kurzer Dauer. In der Regel tritt danach schnell eine Besserung ein.
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