Homöopathie

Dr. Schüßler Salze

Die Basissalze: Funktionsmittel 1 - 12

Die 12 Mineralsalze nach Dr. Schüßler und ihre Anwendungen 

Vor weit mehr als 100 Jahren entdeckte Dr. Schüßler, dass Krankheiten auch entstehen wenn der Mineralstoffhaushalt der Zellen gestört ist.
Dr. Schüßler gründete seine Therapie auf insgesamt 12 Mineralsalze, die als "Funktionsmittel" bezeichnet werden. Der Grund dafür: Sie erfüllen wesentliche Funktionen in unserem Körper und sind geeignet, eine Vielzahl von Funktionsstörungen zu beseitigen.
Dr. Schüssler geht bei seiner "Biochemie nach Schüssler" davon aus, dass die meisten Krankheiten auf einer Störung des Mineralhaushaltes zurückzuführen sind. Der Mangel eines Minerals beeinträchtigt den gesamten Stoffwechsel. Ziel der Schüssler Salze ist aber nicht die fehlenden Salze zuzuführen. Vielmehr sollen die Schüssler Salze einen Reiz für den Organismus darstellen, das fehlende Mineral besser aus der Nahrung aufzunehmen.

Die Funktionsmittel gibt es in den Potenzen D3, D6 und D12. In der nachfolgenden Übersicht haben wir die Mittel für Sie aufgelistet:

 

Nr.   Name Funktion & Anwendung Vorkommen im Körper & Besonderheiten  
Nr.1 Calcium fluoratum

(Kalziumfluorid)

Das Salz für Bindegewebe, Gelenke und Haut. Calcium fluoratum ist wichtig für das Stütz-u.Bindegewebe. Es verleiht dem Bindegewebe Festigkeit. Hornhaut, Schuppenflechte, rissige Haut, Falten. Allgemeine Venenerweiterung (wie Hämorrhoiden, Krampfadern). Sehnenverhärtung, Schwäche der Bänder, Knochenerkrankungen. Calcium fluoratum ist im zahnschmelz, Knochen und den zellen der obersten Hautschicht enthalten. Es kommt insbesondere im elastischen Gewebe wie z.B. in den sehnen vor.
Nr.2 Calcium phosphoricum

(Kalziumphosphat)

Das Salz für Knochen und Zähne. Wird auch als Knochensalz der Biochemie bezeichnet. Bei Störung der Knochenbildung, Knochenbrüchen (unterstützend), Wachstumsschmerzen. Zu langsame Zahnung, Neigung zu Nasenbluten. Wadenkrämpfe, Unruhe, nervliche und körperliche Schwäche. Hautjucken im Alter, Allergien. Dieses Salz kommt im menschlichen Körper am häufigsten und in der größten menge vor. Calcium phosphoricum bildet die harte Knochenmasse. Weiterhin ist es in allen Zellen anzutreffen.
Nr.3 Ferrum phosporicum

(Eisenphosphat)

Das Salz für das Immunsystem.
Verletzungen wie Schürfung, Verstauchung, Bluterguss, kalte Hände/Füße, leichte Verbrennung. Zu Beginn bei allen Erkältungskrankheiten. Beginnender Durchfall und Magenschleimhautentzündung. Abwehrschwäche, Muskelkater, Gedächtnisschwäche.
Eisen (Ferrum) befindet sich in allen Zellen des menschlichen Körpers. Unentbehrlich ist Eisen als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes.
Nr.4 Kalium chloratum

(Kaliumchlorid)

Das Salz für die Schleimhäute.                                      Für die Funktion von Nerven und Muskeln ist Kalium unentbehrlich. Darm- und Magenschleimhautentzündung. Husten, Mundausschlag. Sehnenerkrankungen, Entzündungen mit leichtem Fieber, Gelenkentzündung, Hautausschläge mit mehlartigem Belag, Stockschnupfen.

Kalium kommt in jeder Zelle, insbesondere in den roten Blutkörperchen vor.
Nr.5 Kalium phosphoricum

(Kaliumphosphat)

Das Salz für Nerven und Psyche. 
Gilt als Nährstoff für die Nerven. Muskelschwäche, Nervenschwäche, Heimweh, Platzangst, Ängstlichkeit, Gedächtnisschwäche, Stimmungsschwankungen. Nervöse Durchfälle und Verstofung, Fäulnis im Darm mit Blähungen, Mundausschlag. Allgemeine Schwäche, kreisrunder Haarausfall.

Kalium phosphoricum ist das bedeutendste anorganische Salz Salz der zellen und ist besonders für die Blutflüssigkeit, die Gehirrn-, Nerven- u. Muskelzellen wichtig.
Nr.6 Kalium sulfuricum

(Kaliumsulfat)

Das Salz für dei Entgiftung.
Chronische Entzündung mit gelbem Eiter/Schleim, unterstützt körpereigene Entgiftungsvorgänge, stärkt die Leberfunktion, chronische Schleimhautentzündung (Stirnhöhlenkatarrh, Rachenentzündung), Ekzeme, Schuppenflechte, Akne, chronische Gelenkentzündung, Kältegefühl.

Kalium sulfuricum kommt in der Haut und den Schleimhäuten vor.
Nr.7 Magnesium phosphoricum

(Magnesiumphosphat)

Das Salz für Muskeln und Nerven.
Krämpfe und Schmerzen wie Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Krampfhusten, Migräne, Wadenkrämpfe, Blähungen, Hyperaktivität, Erregung und Unruhe, Schlafstörung, nervöse Verdauungsstörung, (Durchfall, Verstofung), Juckreiz.

Spezieller Tipp: "Heiße Sieben"

Hier hat sich eine andere Anwendungsweise bewährt, die besonders schnell und intensiv wirkt: die sogenannte "Heiße Sieben". Hierzu löseen Sie zehn Magnesium phosphoricum Tabletten in heißem Wasser auf. Anschließend trinken Sie die Lösung möglichst warm und in kleinen Schlucken. Zwar hat sich diese Einnahmeweise speziell bei der Nr.7 bewährt, aber auch die anderen Salze können durchaus auf diese Weise verabreicht werden!

Magnesium befindet sich im Skelett, Muskelsystem, Nerven, Gehirn, Rückenmark, in den roten Blutkörperchen, in der Leben und in der Schilddrüse.
Nr.8 Natrium chloratum

(Natriumchlorid)

Das Salz für den Flüssigkeitshaushalt.
Natrium reguliert den Wasserhaushalt im Körper. Störungen des Speichel- und Tränenflusses (zu viel und zu wenig Flüssigkeit), trockene Haut, trockene Schleimhäute, Ekzeme mit Bläschen, Insektenstiche, Verstopfung mangels Darmschleim, wässriger Durchfall, Fließschnupfen, Migräne, Milchstau bei Stillenden, Kopfschuppen.

Natrium chloratum ist für den Organismus lebenswichtig. Etwa die Hälfte des Natriums befindet sich in der Flüssigkeit außerhalb der Zellen, in der sogenannten "extrazellulären Flüssigkeit". Darüber hinaus kommt es in den Knochen, dem Knorpelgewebe, im Magen und in den Nieren vor.
Nr.9 Natrium phosphoricum

(Natriumphosphat)

Das Salz für den Stoffwechsel.
Dient zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper und regt den Stoffwechsel an. Beschwerden mit zuviel Säureproduktion wie Muskelkater, Sodbrennen, Magenübersäuerung, Störung der Fettverdauung (Fettsäuren), sauer riechender Durchfall. Blähungen, Gicht (Harnsäure), Muskelverspannung, Milchschorf, Akne bei fettiger Haut.

Natrium phosphoricum ist im menschlichen Körper weit verbreitet. Es kommt in den gehirnzellen, Nerven, Muskeln, roten Blutkörperchen und im Bindegewebe vor.
Nr.10 Natrium sulfuricum

(Natriumsulfat)

Das Salz der Ausscheidung. Wird auch als biochemisches Ausleitungsmittel bezeichnet. Es wirkt auf die Ausscheidung (Leber, Galle, Niere) und hilft dem Körper überschüssiges Wasser auszuscheiden. Verstopfung, Durchfall morgens), Blähungen. Nässender Hautausschlag, Akne, erkältungsbedingte Entzündung mit gelb-grünem Schleim, Frostbeulen, Hautschwellung, Gelenkbeschwerden (bei feuchter Witterung). Zu starke Milchbildung und zum Abstillen.

Natrum sulfuricum ist vorwiegend in der Gewebeflüssigkeit enthalten.
Nr.11 Silicea

(Kieselsäure)

Das Salz für Haare, Haut und Bindegewebe.
Wird als das "Kosmetikum der Biochemie" bezeichnet. Es steigert die Festigkeit des Bindegewebes und ist wichtig für den Aufbau der Haut, Haare, Fuß- u. Fingernägel. Akne, Bluterguss, Haar- und Nagelbrüchigkeit, Haarausfall. Falten, welke und schlaffe Haut, Juckreiz, Hühneraugen. Gelenk- und Sehnenerkrankung, Störung der Knochenbildung, Abwehrschwäche, Schwitzen.

Silicea ist für den Körper als Bestandteil des Bindegewebes unentbehrlich.
Nr.12 Calcium sukfuricum

(Kalziumsulfat)

Das Salz für die Gelenke.
Auch die Bildung von Binde- u. Stützgewebe wird von Calcium sulfuricum beeinflusst. Akne und allg. Haut- und Schleimhauteiterungen wie Stirnhöhlenentzündung, hartnäckiger chronischer Schnupfen, chronisch-rheumatische Erkrankungen, Wachsstumsstörungen der Knochen.

 

Calcium sulfuricum kommt unter anderem in der Leber und Galle, sowie in der Knorpelmasse vor. 

Die 12 Ergänzungsmittel der Mineralsalztherapie

Nr.13 Kalium arsenicosum 
(Kaliumarsenit)
 

Haut - Schwächezustände, Abmagerung. 

Kalium fördert und ermöglicht die Arbeit von Nerven u. Muskeln. Ein Mangel kann zu Störungen der Muskelfunktion, zu Ödemen, reduzierten Reflexen,
niedrigem Blutdruck führen. Wird angewendet bei Erkrankungen wie Abmagerungen, Hautleiden,
Schwäche, Durchfall.  Wirkt regulierend und stabilisierend auf: Muskulatur, Herzmuskulatur, Haut - Schleimhäute, Atem-, Verdauungs- u. Urogenitaltrakt. In der Biochemie hat es sich vor allem bei
chronischen Hauterkrankungen wie z.B. Ekzemen bewährt. Nervenstörungen, Schwächezustände
chronische Nierenerkrankungen
schwer beeinflussbare Hauterkrankungen, Rekonvaleszenzmittel.

Arsen, ein Spurenelement, ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt.
Nr.14 Kalium bromatum 
(Kaliumbromid)
Haut- u. Nervensystem, Beruhigungsmittel

 Reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Beruhigt das Zentrale Nervensystem
bei psychischer Erregung.
Stimuliert bei psychischer Erschöpfung.
Wirkt entzündungshemmend auf Haut- und
Schleimhäute z. B. Rachenentzündung Magenschleimhautentzündung
Hustenstillend bei quälendem Hustenreiz. Es wirkt ausgleichend und harmonisierend. Am besten wirkt das Salz in Kombination mit anderen Salzen. 

 

Kommt im menschlichen Körper in nahezu allen Geweben und Organen vor.
Nr.15 Kalium jodatum 
(Kaliumjodid)
Schilddrüse. 

Wirkt wegen seiner Jod-Ionen in erster Linie regulierend auf die Schilddrüse bei allen Störungen, die durch Über- und durch Unterfunktion auftreten. Dazu zählen: gesteigerte Erregung, Zittern, Haarausfall, Schwitzen,
Durchfälle, erhöhter Pulsschlag, Haarausfall,
Muskelschwäche, Erschöpfung. 
Es wirkt: entzündungshemmend, schmerzstillend auf Schleimhäute und Haut, auf Muskulatur,
Sehnen und Bänder. Verbessern die Immunabwehr, (Bei aufkommenden Erkältungen nahm man früher ein paar Tropfen in warmen Wasser ein). 

 

Es ist das einzige Schüßlersalz, das Jod enthält.
Nr.16 Lithium chloratum
(Lithiumchlorid)
Gichtisch-rheumatische Erkankungen,
schwere nervliche Belastungen.
Lithiumsalze werden seit Jahrzehnten in grob-
stofflicher Form in der Schulmedizin bei
psychischen Störungen eingesetzt.
( manisch-depressiven Zuständen,
Schizophrenie). Beeinflußt vermutlich die elektrophysiologischen Eigenschaften von Nerven und Muskeln. (Nicht eindeutig geklärt). Wirkt auflösend bei überproduziertem oder abgelagertem Fehlgewebe. Gelenkablagerungen bei Arthrosen, Narbenwucherungen ( Keloide ), Fördert Auflösung und Ausscheidung von Harnstoff und Harnsäurekristallen, Immunsystem wird gestärkt. 
Aufbau von neuem Hautgewebe, bei schweren Erkrankungen wie Neurodermits hilft es das Hautbild zu verbessern. Funktion der Abwehr wird gestärkt
(bei allen allergischen Erkrankungen v. Vorteil), Säure- und Toxinablagerungen aus der Haut
werden ausgeschieden (auf Trinkmenge achten). Aufbau von neuem Hautgewebe wird unterstützt (Ober- und Unterhaut). 

 

Beinflußt nach Schöpfwinkel den Eiweißstoffwechsel - hilft dem Körper Eiweißmoleküle zu vermehren - dadurch baut der Körper Gewebe auf.

 

Nr.17 Manganum sulfuricum 
(Mangansulfat)
Förderung der Aufnahme von Eisen im Körper. Stärkt das Immunsystem, am Aufbau von Knorpel, Bindegewebe, Knochen beteiligt. Fördert oxidative Prozesse, wirkt auf Blutbildung und -verteilung.

 

Kommt fast überall im Körper vor.
Nr.18 Calcium sulfuratum
Hahnemanni 

(Kalziumsulfid)
Erschöfpungszustände mit Gewichtsverlust. 

Wirkt mild antiinfektiös,
reguliert die Sekretausscheidungen, (Bronchitis)
unterstützt Entgiftungsprozeße der Leber,
da die Giftstoffe, an Schwefel gekoppelt,
über die Gallensäuren ausgeschieden werden,
verbessert Haar- und Nagelwachstum,
bei allergischen Erkrankungen. 

 

Die Verbindung von Schwefel und Kalk verstärkt die Schwefelwirkung. (nach Schöpfwinkel). Es wirkt besser als Schwefelpräparate. 
Nr.19 Cuprum arsenicosum 
(Kupferarsenit)
Kolikartige Schmerzen, Nierenleiden. 

In der Biochemie sind Krämpfe vieler Organe das Hauptanwendungsgebiet. Kupfer ist Bestandteil von Enzymen (beschleunigen den Stoffwechsel), wichtig für das Wachstum, wirkt auf die Reifung der roten Blutkörperchen, (Erythrozyten).

 

Nr.20 Kalium Aluminium
sulfuricum 

(Kaliumaluminiumsulfat, Alaun)
Blähungskoliken, belastetes Nervensystem.

sekretioshemmende, blutstillende und fäulniswidrige Eigenschaft. Alaun wirkt: zusammenziehend (adstringierend) auf Schleimhäute und Wunden,
weil es die Eiweißgerinnung fördert. Ss kommt zu einer
blutgerinnenden und entzündungshemmenden Wirkung und Entquellung von Gewebe. Das nutzt man bei Schleimhauterkrankungen, Entzündungen, Durchfall und Katarrhen. Wirksam auf Geist, Körper und Psyche, 
aktivierend (z. B. bei Depressionen), verbessert die geistige Aufnahmefähigkeit, das Gedächtnis, die Konzentration, wirkt schweißhemmend.

 

Kommt im menschlichen Körper mengenmäßig
an 19. Stelle vor (vor Kupfer).
Nr.21 Zincum chloratum 
(Zinkchlorid)
Zinksalze werden in der Homöopathie als Nervensalze eingesetzt. 

Bei Ausleitungstherapie von Schwermetallen angezeigt.  Belasteter Stoffwechsel, Menstruationsbeschwerden,
Nervenkrankheiten. Am Alkoholabbau in der Leber beteiligt, Knochenneubildung, stabilisiert Zellmembranen, fördert den Aufbau von einfachen Eiweißkörpern (Proteine), die zu den wichtigsten Bestandteilen lebender Organismen gehören. 
Depressionen (greift in die Synthese der Neurotransmitter ein - Überträgerstoffe, die an
den Nervenenden freigesetzt werden -),
Schlaf-Wach-Rhythmus,  Hyperaktivität,
Restless Legs-Syndrom (RLS), Unruhe, nervöse Zuckungen, auch mit Krämpfen, Neuralgien,
Empfindungsstörungen, schnelle Ermüdung, Störungen der Wundheilung, chronische Ekzeme, Akne,
Nesselsucht, Störungen des Haarwachstums,
vorzeitiges Ergrauen, Nagelwachstumsstörungen
Magen / Darm: Schleimhauterkrankungen,
Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür,
chronischer Durchfall.

 

Kommt in allen Organen vor. Bestandteil von Enzymen ( beschleunigen den Stoffwechsel). Zink wird in den Enzymen größtenteils gespeichert.

 

Nr.22 Calcium carbonicum
Hahnemanni 

(Kalziumcarbonat)
Erschöpfungszustände, frühzeitiges Altern.

Es ermöglicht: Aufbau des knöchernen Skeletts, der Zähne, fördert: Muskelanspannung- u. -entspannung,
Abheilung von Hauterkrankungen, verringert überschießende Impulse bei nervlicher Erregung, unterstützt enzymabhängige Zellfunktionen, schützt Haut- und Schleimhäute bei Entzündungen, reguliert den Kalkstoffwechsel.

 

Calcium carbonicum (kohlensaurer Kalk),
kommt neben anderen Salzen wie
Magnesiumphosphat, Siliziumdioxid und
Kalziumphophat natürlicher Weise in Knochen und Zähnen vor. Aus kalkreichen Austernschalen hergestellt. Hat sich vor allem in der Kinderheilkunde bewährt.
Nr.23 Natrium bicarbonicum 
(Natriumbicarbonat, Natron, Natriumhydrogencarbonat)
Säureüberladung, Schlackenausscheidung

Wirkt regulierend auf den Stoffwechsel, bindet und neutralisiert: überschüssige Säuren, schützt den Magen vor aggressiven Angriffen, aktiviert: Stoffwechsel, fördert die Ausscheidung von harnpflichtigen Substanzen.

 

Im Blut als Säurepuffer vorhanden. Kommt vor in der Bauchspeicheldrüse, ist an der Bildung von Bauchspeichelsaft beteiligt.
Nr.24 Arsenum jodatum 
(Arsentrijodid)
Es wirkt auf den ganzen Organismus, hauptsächlich auf Haut und Schleimhäute. 

Haut, nässende Ekzeme, jugendliche Akne. Jod-Ionen unterstützen den Körper
bei der Herstellung von Thyroxin (Schilddrüsenhormon). Wird zu wenig Thyroxin gebildet kann eine allgemeine Schwäche auftreten oder sich ein Kropf bilden. Verbessert die Abwehr, wirken auf den Stoffwechsel (Fettleibigkeit), bei Gelenkerkrankungen, es unterstützt die Blutbildung.

 

Wirkung von Arsen (Spurenelement),
das in vielen Organen des Körpers vorkommt
(wie Jod), ist noch nicht ausreichend erforscht. Der Körper benötigt es für verschiedene Funktione. Arsen muss dem Körper zugeführt werden. Obwohl es in vielen Lebensmitteln in Spuren enthalten ist, kann es vorkommen, dass die Verteilung im Körper gestört ist.

 

Die 11 Biochemischen Salben der Mineralsalztherapie

Nr.1 Calcium fluoratum Salbe

 

Bei Unterschenkelgeschwüren, verhornenden Ekzemen der Hohlhand, Hautschrunden, Narbenwülsten, eiternden Fisteln, Nagelfalzeiterungen, gutartigen Blutgefäßgeschwülsten Hämorrhoiden und Krampfadern.

 

Nr.2 Calcium phosphoricum Salbe

Bei Gelenkergüssen, Schleimbeutelentzündung, Knochenhautreizung, verzögerter Knochenheilung, Lymphdrüsenschwellung, Schiefhals, Rücken- und Kreuzschwäche, eitrigen Hautausschlägen.

 

Nr.3 Ferrum phosphoricum Salbe Bei frischen Wunden, Weichteilverletzungen, bei Knochenbrüchen, Quetschungen und Verstauchungen, juckenden, nesselsuchtartigen Hautausschlägen, Talgdrüsenekzemen und allgemein bei Blutüberfüllung mit Schmerzzuständen.

 

Nr.4 Kalium chloratum Salbe Bei herpesartigen Ausschlägen mit entzündeten Bläschen, trockenen Hautkrankheiten mit mehlartigen Schuppen Hühneraugen, Schleimbeutelentzündung und Warzen an den Händen.

 

Nr.5 Kalium phosphoricum Salbe Bei Grindflechte (besonders bei Kindern im Gesicht), nesselsuchtartigen Hautausschlägen, kreisrundem Haarausfall, Nervenschmerzen, Muskelschwäche, bei Lähmungserscheinungen nach Diphtherie, Schlaganfall und Kinderlähmung, bei Muskelschwund und bei beginnendem Brand.

 

Nr.6 Kalium sulfuricum Salbe Bei knötchenartigen Hautausschlägen, eitrigem Bläschenausschlag, Hautjucken, trockener und harter Haut mit Brennempfindung, übermäßiger Hautabschuppung, Lidrandentzündung, rheumaartigen Nacken-, Rücken- und Gliederschmerzen.

 

Nr.7 Magnesium phosphoricum Salbe Bei Hautjucken (vor allem im Alter), Schuppenflechte (als Zusatztherapie), Nervenschmerzen mit bohrendem oder stechendem Charakter (in ihrer Lokalisation wechselnd).

 

Nr.8 Natrium chloratum (Natrium muriaticum) Salbe Gürtelrose, Bläschen an den Lippen, Talgdrüsenekzemen, Akne, Mitessern, Hautpilzerkrankungen mit weißen Schuppen, Afterfissuren, Folgen von Insektenstichen, Wundsein kleiner Kinder, Nagelfalzeiterungen und harten Drüsenschwellungen.

 

Nr.9 Natrium phosphoricum Salbe Furunkulose (im Stadium der Eiterbildung), Halsdrüsengeschwülsten, Kupferfinne, Milchschorf, Wundrose, gläschen- und pustelförmigen Hautausschlägen mit honiggelbem Inhalt, beginnender Brustdrüsenentzündung.

 

Nr.10 Natrium sulfuricum Salbe Hautpilzerkrankungen, eitrigen Hautausschlägen mit gelblich-wässrigem Bläscheninhalt, Erfrierungen (frische und eiternde), periodisch im Frühjahr auftretenden Hautleiden, Hühneraugen, bei Wundrose (mit weicher Hautschwellung) und Nervenschmerzen.

 

Nr.11 Silicea Salbe Bei nässenden Ekzemen an Händen und Füßen, schlecht heilenden Wunden, Furunkeln, entzündlichen Fußschwielen, Hühneraugen, Nagelfalzeiterungen und Nagelfalzentzündungen.

 

Anwendung und Dosierung

Man darf von der Biochemie keine Hilfe über Nacht erwarten. Das geht bereits aus der einleitenden Betrachtung über die Grundsätze der Heilweise hervor. Bis zur Wiederherstellung des "inneren Gleichgewichtes", der wiedererlangten Funktionstüchtigkeit des Organismus, vergeht natürlicherweise eine Zeitspanne, die man mit Geduld und kritischer Beobachtung ausfüllen muss. Dieser biologische Prozess setzt in den meisten Fällen auch eine entsprechend lange Einnahme der Arzneimittel voraus. Das heiß jedoch nicht, dass der Patient generell mit einer zeitaufwendigen Reaktion seines Körpers rechnen muss. Es kann "alles auch sehr schnell gehen", abhängig von der Ausgangslage des Patienten, dem Grad der gesundheitlichen Störung, seiner gesamten körperlichen Verfassung und seiner psychischen Konstitution.

Die Tabletten

Erwachsene:
Bei akuten Beschwerden sollten Sie alle fünf Minuten eine Tablette bis zum Eintritt einer Besserung einnehmen. Zur nachfolgenden Behandlung oder in chronischen Fällen sollten 3-6-mal täglich 1-2 Tabletten eingenommen werden.

Kinder:
Kinder unter 12 Jahren erhalten bei akuten Beschwerden ein- bis zweistündlich eine Tablette. Zur nachfolgenden Behandlung oder in chronischen Fällen sollte 3-4-mal täglich eine Tablette eingenommen werden.

Wichtig ist: Tabletten im Mund zergehen lassen
Sie sollten die Tabletten eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen einnehmen und sie vorzugsweise langsam im Mund zergehen lassen. So können die Arzneistoffe ohne Umweg direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Die Salben

Die Salben sind für die äußerliche Anwendung bestimmt und sollten 1-2-mal täglich dünn aufgetragen und leicht einmassiert werden.

Im Zweifelsfall: Fragen Sie Ihren Therapeuten
Die Mineralsalztherapie nach Dr. Schüßler ist zur Selbstbehandlung gut geeignet. Bei länger anhaltenden Gesundheitsstörungen oder bei Ausbleiben einer Besserung sollten Sie aber unbedingt Rat und Hilfe eines Therapeuten in Anspruch nehmen. Das gilt natürlich auch für schwere Organerkrankungen, heftige fieberhafte Prozesse, ansteckende Krankheiten u.a. Hier hat die Mineralsalztherapie ihre naturgemäßen Grenzen. Ansonsten wünschen wir Ihnen viel Erfolg in der Anwendung dieser risikoarmen und wirkungsvollen Therapie.

<< zurück zur Homöopathie

Alle Abgaben ohne Gewähr